Was ist Gestalttherapie?
Hier & Jetzt
Was & Wie
Ich & Du
In meiner Praxis biete ich therapeutisch begleitete Gruppen für Erwachsene an. Es gibt vier Arten von Gruppen, die ich weiter unten noch genauer beschreibe. Die Gruppenräume sind sicher, wertschätzend, neurodivergenzfreundlich und traumasensibel. Meine Gruppen bieten klare Struktur, Pausen, Reizarmut, Rückzugsmöglichkeiten, Bodensitzmöglichkeiten, Decken, Wasser, Tee und respektvolle Grenzen.
Einzelne, kurze, thematische Samstag- oder Abend-Gruppe mit einem klaren Schwerpunkt, Psychoedukation und praktischen Übungen, geeignet für alle. Auch zu Wunschthemen/Wunschterminen. Fokus auf stillem Arbeiten, Platz für Gruppengespräche, aber niemand muss vor der Gruppe sprechen.
Fortlaufende AuDHS Gruppen für kontinuierlichen Austausch und auf Wunsch Psychoedukation oder praktische Übungen, geeignet für Neurodivergenzthemen, Queernessthemen, Traumathemen
Einzelne, lange Samstage mit Einzelprozessen. Jede*r Teilnehmer*in hat ca 45 Minuten um mit mir in einem Einzelsetting vor der Gruppe zu arbeiten und kann dann falls erwünscht Feedback und/oder Sharing der Gruppe bekommen.
Kleingruppensupervision für Therapeut*innen, LSB & Co.
Neurodivergenz, Queerness und Trauma-Sensibilität:
Neurodivergenz beschreibt Menschen, deren neurologische Entwicklung oder Funktionsweise von gesellschaftlichen Normen abweicht. Darunter fallen verschiedene Untergruppen. Ich arbeite schwerpunktmäßig mit
- Autismus
- ADHS
- AuDHS (Autismus + ADHS)
- Komplexer Traumafolgestörung (kPTBS)
Viele Menschen erleben Überschneidungen dieser Bereiche. Die sogenannte Borderline- oder Instabile Persönlichkeit ist auch eine Neurodivergenz und fällt in meiner Arbeitsweise auch unter komplexes Trauma. In meiner Arbeit berücksichtige ich sowohl neurologische Unterschiede als auch stressgeprägte Muster aus der Vergangenheit. Auch Menschen mit anderen Neurodivergenzen sind in meinen Gruppen willkommen. Meine Gruppen sind natürlich auch offen und sicher für queere Menschen, die sich in der Regel gut aufgehoben fühlen, da sich queere Erfahrungen mit den neurodivergenz Erfahrungen oft sehr ähnlich sind und sich, vor allem beim Thema Trauma, Beziehungen oder Umgang und Strategien, oft überschneiden.
Organisatorisches / Anmeldung:
- Ort: Praxis 1020 Wien
- Dauer: Fortlaufend oder einmalige Samstag-/Abend-Gruppen
- Kosten: siehe Gruppenbeschreibung
- Anmeldung: bitte per Mail an ritacora@psychotherapie-kajan.at
Integrative Gestalttherapie ist eine der verschiedenen international anerkannten Arten der Psychotherapie. Bei dieser Form der Psychotherapie arbeitet man miteinander und sitzt einander gegenüber. Der*die Psychotherapeut*in begleitet den*die Klient*in auf dem Weg, der sich durch Leben und Therapie gestaltet.
Hier & Jetzt…
…arbeitet die Gestalttherapie.
Der Fokus wird zu einem großen Teil auf das gelegt, was unmittelbar und beobachtbar ist, das heißt auf das, was im Hier & Jetzt geschieht. Gestaltpsychotherapie verlässt sich eher auf unmittelbare Erfahrung als auf Interpretation. Auch in der Gestalttherapie blickt man auf vergangene Ereignisse zurück und bearbeitet diese, allerdings immer im Kontext der Gegenwart.
Was sich im Hier & Jetzt zeigt und wie sich das anfühlt bekommt viel Platz, denn…
...Was & Wie…
…sind die Fragen mit denen in der Gestalttherapie besonders häufig gearbeitet wird.
Es gibt in dieser Therapieform verschiedene Techniken, sich verbal sowie non- verbal auszudrücken. Somit ist der*die Klient*in nicht eingeschränkt auf Sprache oder darauf die richtigen Worte zu finden, sondern hat verschiedene Möglichkeiten sich ein Anliegen oder Thema anzuschauen und das Was & Wie auszudrücken. Imaginationen und kreative Medien wie zum Beispiel Malen oder das Verwenden von Symbolen können eingesetzt werden. Auch mit Bewegung und gedanklichen oder realen Symbolbildern kann gearbeitet werden, wenn einem einmal die Worte fehlen oder man etwas zum Beispiel im Körper spürt aber nicht in Worte fassen kann.
Wichtig ist, wie in jeder Therapieform, dass der therapeutische Vorschlag von dem*der Klient*in angenommen werden kann, aber keinesfalls angenommen werden muss, denn…
...Ich & Du…
…gestalten die therapeutische Beziehung durch Begegnung.
In der Gestalttherapie wird viel Wert darauf gelegt, dass Klient*in und Therapeut*in sich auf Augenhöhe begegnen. Der*die Therapeut*in unterstützt den*die Klient*in auf seinem*ihrem Weg und stellt dabei sein*ihr professionelles und manchmal auch persönliches Wissen zur Verfügung, während prinzipiell davon ausgegangen wird, dass der*die Klient*in sich selbst am besten kennt und seinen*ihren Weg ganz individuell geht. Die Gestalttherapie orientiert sich am Konzept, dass dieses implizite Wissen und Können, das jeder Mensch hat, manchmal anders verwendet wird, als es für einen selbst am besten wäre. Durch Akzeptanz, Begegnung auf Augenhöhe und Erkennen dieser kreativen Anpassungen (an traumatische Erfahrungen oder schwierige Situationen) können diese sich verändern.
